DER KÜNSTLER

WILLY WIEDMANN

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Ein Unikat sondergleichen

Wilhelm Richard Heinrich (Willy) Wiedmann war ein musikalisches, malerisches und literarisches Multitalent.

Dachstock der Galerie Wiedmann
Maler

Ausgebildet an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart

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Musiker

Studium an der Fachlichen Musikhochschule Stuttgart

Willy Wiedmann Galerie
Galerist

Eröffnete die erste Galerie in Stuttgart

Willy Wiedmann wurde am 14. März 1929 in Ettlingen (Landkreis Karlsruhe) unter dem bürgerlichen Namen Wilhelm Richard Heinrich Wiedmann geboren. Er war ein deutscher Maler, Kirchenmaler, Bildhauer, Musiker, Komponist, Schriftsteller und Galerist. Wiedmann wurde in der Kunstszene als Multitalent gesehen. Deshalb legte er sich auch nicht nur auf eine Richtung fest und war immer wieder auf der Suche nach Neuem. Er arbeitete mit national und international bekannten Künstlern zusammen. Als Musiker spielte er mit Louis Armstrong, Ella Fitzgerald und Benny Goodman zusammen. In seinen Galerien stellte Wiedmann Werke von Pablo Picasso, Georges Braque und Salvador Dalí aus. Überdies entwickelte Wiedmann einen eigenen Malstil und gestaltete eine weltweit einzigartige Bibel, die das komplette Alte und Neue Testament in Bildern wiedergibt: Die Wiedmann Bibel.

 Unter verschiedenen Pseudonymen stellte er in nationalen und internationalen Galerien aus und spielte für Weltstars wie Louis Armstrong, Ella Fitzgerald, Benny Goodman, etc. Über Jahrzehnte betrieb Wiedmann eine Galerie in Stuttgart Bad Cannstatt, die mittlerweile unter dem Namen Galerie Wiedmann wieder geöffnet ist. Wiedmanns Passion galt jedoch der Kirchenmalerei. Immer wieder stellte er sich dabei neuen Herausforderungen. Sein Wunsch aber war es, etwas Einzigartiges zu schaffen und es mit den Christen weltweit zu teilen.

 

Als Privatlehrer unterrichtete er zum Beispiel Schauspieler Walter Schultheiß oder die renommierten Künstlerinnen Laleh Bastian und Ute Hadam.

Wiedmann engagierte sich sozial und zu wohltätigen Zwecken: häufig als Auktionator bei Benefizveranstaltungen und Unterstützer der Kunstszene. Er arbeitete als Kunstkritiker und war Mitglied in verschiedenen Vereinen, wie zum Beispiel „Cultur in Cannstatt“ in Stuttgart. 2002 erhielt Willy Wiedmann das Bundesverdienstkreuz am Bande für seinen Einsatz in der Kunst und Kultur.

Im Alter von 84 Jahren starb er am 21. Juni 2013 in Bad Cannstatt, Stuttgart.

Der Musiker und Komponist

Schon während seiner Kindheit hatte Willy Wiedmann seine Liebe zur Kunst entdeckt. Mit vier Jahren konnte er Ziehharmonika spielen. Mit fünf lernte er Geige und Flöte. 1939 hatte er, nach eignen Angaben, seine ersten Auftritte im Kammerorchester und im Alter von dreizehn Jahren komponierte er sein erstes Menuett an der Kirchenorgel. Später studierte er Orchesterfach und Komposition an der Staatlichen Musikhochschule in Stuttgart (1950-1958).

Er schuf insgesamt 150 Opus-Werke, arbeitete als freier Musiker und Komponist am Württembergischen Staatstheater Stuttgart (1954-1964) und bei verschiedenen öffentlich- rechtlichen Rundfunksendern (1964-1982). Über 10 Jahre spielte Willy Wiedmann als Jazzmusiker und finanzierte sich so unter anderem sein Studium.

   

            

Der Maler und Galerist

Ende der 1960er Jahre widmete sich Willy Wiedmann dem Studium der Malerei an der Akademie der bildenden Künste in Stuttgart (1960-1963). Zu seinen Lehrern gehörte Prof. Heinrich Wildemann, der die Willi-Baumeister-Klasse übernommen hatte. Nach seinem Studium entwickelte Willy Wiedmann seinen eigenen Malstil, den er Polykonmalerei (Mehrtafelmalerei) nannte und 1965 zum ersten Mal ausstellte – zunächst in Stuttgart, später deutschlandweit und international.

Eine besondere Begeisterung empfand Wiedmann für die Kirchenmalerei. Für drei Kirchen übernahm er die Innengestaltung. Darunter befanden sich auch die Martinskirche in Wildberg und die Pauluskirche in Stuttgart und ein Gotteshaus auf Rhodos. Die Verbindung zwischen Kirche und Kunst war es auch, die Wiedmann auf die Idee zu seinem Lebenswerk brachte: Die Wiedmann Bibel.

1964 eröffnete Wiedmann seine erste Galerie; die „Galerie am Jakobsbrunnen“ in Stuttgart. Auch als Galerist arbeitete er mit großen Künstlern zusammen. Als einer der ersten stellte er Werke von Salvador Dalí in Stuttgart aus. Auch in anderen Kunstrichtungen war er einer der ersten Galeristen: So folgten unter anderem Ausstellungen der Wiener Schule und des Neoklassizismus. Insgesamt eröffnete Wiedmann zu Lebzeiten noch fünf weitere Galerien, die er teilweise auch leitete, unter anderem auch in New York.

Der Schriftsteller

Trotz seiner Arbeit als Maler, Galerist, Musiker und Komponist, fand Willy Wiedmann immer noch Zeit zum Schreiben. Die meisten seiner Bücher veröffentlichte in schwäbischer Mundart und unter einem seiner vielen Pseudonyme, wie zum Beispiel Alkibiades Zickle oder Marc Johann (weitere: Theodor Abtsfeld, George Yugone, Eugen von Engelsbogen, Allan Doe, Ben Aal u.v.m.).

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